Prozessionen

Z10

„So brachten David und das ganze Haus Israel die Lade des Herrn unter Jubelgeschrei und unter dem Klang des Widderhorns hinauf.“

Nach 2. Samuel 6:12-15 bringt der König David die Lade des Herrn nach der Davidstadt Jerusalem und er wird begrüßt mit Singen, Musik und Tanzen.  Das spricht so laut bei der katholischen Erfahrung der öffentlichen Frömmigkeit.Die Israeliten halteten das nicht für Götzendienst, wenn sie die Lade durch die Stadt mit Singen, Musik und Tanzen paradierten und wir auch nicht halten das dafür, wenn wir Statuen, Ikonen oder Reliquien durch die Stadt, das Dorf oder das Land paradieren.  Das ist ja gewöhnlich in katholischen Kulturen wie zum Beispiel in den mittelmeerischen Ländern, Lateinamerika und den Philippinen, und auch ist es gewöhnlich in anderen Ländern.  Das gibt’s viele Gründe für diesen Gebrauch: er fällt die Angepassten auf (und deshalb mehr Leute in die Prozession bringend), er bringt mehr Leute zum Gebet, er ist eine niedrige Nachahmung der 40jährige Reise durch die Wüste mit den Priestern die Lade tragend und den Leuten folgend.

Sankt Hieronymus schrieb, „Wir ehren doch die Reliquien der Märtyrer, so dass wir ihn anbeten, deren Märtyrer sie sind“ (109. Brief).  Seit der christlichen Vorzeit tragen die Christen die Reliquien der Heiligen in Prozessionen für ihre Verehrung.  Die Smyrner erwähnten, „Wir haben die Knochen [vom Hl. Polykarp] aufgenommen, die sind wertvoller als Edelsteine und feiner als Feingold und haben sie in einer brauchbaren Stätte gestellt, wo der Herr uns erlaubt wie möglich mit Feude und Gluck zu versammeln und den Jahrestag ihres Martyriums zu feiern.“  Die Christen gingen vor, die Leiche eines heiligen Märtyrers vom Martyriumsort zum Begräbnisort und unterwegs zu Gott im Auftrag von ihnen und um ihre Hilfe betend.

Hier befindet sich das Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Walsinghamprocession.jpg

Gestern sah’ ich einen Kurzfilm von einem griechisch-orthodoxen Priester beweiräuchernd eine Statue in einem römisch-katholischen Umzug in Malta.  Vielleicht ist dei Statue eine Darstellung vom Hl. Dominik oder Thomas von Aquin.  Man kann den Film hier zuschauen.

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